Kirchweihspiel gegen Spardorf 3 : 0 gewonnen
von Jürgen Hitz
SCU AH - VdS Spardorf 3 : 0 (1 : 0)
Petrus beweist wieder einmal, dass er Fußball-Fan und ganz besonders ein Bewunderer des Uttenreuther AH-Spieles ist. Nach einigen bewölkten Tagen reißt plötzlich am Mittag die graue Schicht am Himmel immer mehr auf bis hin zu einem funkelnden satten blau. Die volle Sonnenkraft wie sonst nur] im Juli ergießt sich auf Uttenreuth, trocknet erst den Platz und schickt dann so viel Wärme, dass wir uns kurzfristig noch für unsere kühlsten Trikots entscheiden. Zuvor hat die 1. Mannschaft den Platz warm gespielt und bleibt noch als euphorische Fangemeinde am Spielfeldrand.
So viele Zuschauer, so viel Unterstützung auch von den AH-Kindern und Frauen, die direkt vom Mittagsschlaf zum Spiel gekommen sind, gab es das ganze Jahr noch nicht.
Vom Anpfiff an übernehmen die Uttenreuther sittlich und fußballerisch reifen Herren mit einem unaufhaltsamen Sturmlauf die Initiative. Eine Angriffswelle nach der anderen überrollt die Abwehrbemühungen der Spardorfer. Es nutzt nichts, dieser Offensivdrang, die mannschaftliche Geschlossenheit, dieser Torhunger vor dem Bierdurst führt trotz aufopfernder Gegenwehr nach einander zum 1 : 0 (Volker); 2 : 0 (Lars); 3 : 0 (Michl Kießling)! Und Guido hält den Kasten sauber.
Dabei bleibt das Spiel von Anfang bis Ende fair und bei guter Laune. Zu spüren ist, dass die Spieler beider Teams sich zum Teil seit dem Kindergarten kennen. Das führt auch dazu, dass nach den meist zärtlichen Fouls dem Gegner mit aufmunternden Worten aufgeholfen und die Hand gereicht wird. Zur Qualität und zum friedlichen Spiel trägt maßgeblich Fritz Polster mit seiner Erfahrung aus über 50 Jahren Schiedsrichter-Tätigkeit. Mit einer wohltuenden Mischung aus Konsequenz und Freundlichkeit leitet er souverän das Nachbarschaftsduell. Danke, Fritz, für eine hervorragende Leistung!
Beim Nachtrunk auf der Terrasse des Sportheimes erzählt der treueste Sportheim-Wirt im Landkreis ERH noch seinen Leidensweg seit dem Fahrradsturz neben dem Buckenhofer Friedhof. Kurz nacheinander hört er das knackende Geräusch seines brechenden Handgelenkes, der Schulter und der Rippen. Mehrere seiner Rippla (ohne Kraut) stoßen in den linken Lungenflügel Ziiischsch die Atemluft entweicht in seinen mächtigen Torso. Andy bekommt keine Luft mehr, wünscht sich ganz fest, seine Familie, seine AHler, seine Gäste noch mal zu sehen und lässt nacheinander noch mal alle guten Taten durch sein Hirn flimmern , die er im Leben vollbracht hat. Da plötzlich spricht ihn der erste Helfer an, hebt seinen Oberkörper etwas hoch, so dass er wieder wenn auch mühsam und schmerzvoll etwas Luft bekommt. In diesem Moment spürt er, dass sein Leben weiter geht und dies Rettung organisiert wird.
Zum Ausklang teilt er uns noch seinen Plan mit, 2015 seine fußballerische Karriere neu durchzustarten, um auch zur nächsten Kirchweih, wie seit vielen Jahren, wieder ein Bratwurstessen zu spendieren, und daran selbst teilzunehmen statt in einem Krankenhaus abzuhängen.
20 Uhr – die letzten Spieler verlassen das Sportheim und die Karawane zieht weiter ins tobende Festzelt um diesen erfolgreichen und schönen Tag mit Festbier und fröhlichem Beisammensein zu krönen.
Der letzte Satz ist eine Annnahme des schreibenden unermüdlichen linken Flügelflitzers, der zu dieser Zeit schon auf dem heimischen Sofa seine Grippe kuriert und bei der Nachbetrachtung schmunzelt.
Guido Beck (Torwart)
Andre Herdegen Heiko Liebig Michael Jacobs Clark Marston
Sascha Dentler
Michael Horn Marcus Langfritz Volker Werthan Lars Többen
Günter Hesel
12 Andre Fister
13 Jürgen Hitz
14 Michael Kießling











